Bei der Handlese werden die Weintrauben per Hand vom Rebstock abgeschnitten. Was sich so einfach hinschreibt, bedeutet für den Winzer jedoch viel Arbeit: Grapscht sich der Vollernter ratzfatz, was er in die Fänge kriegt, ist die Handlese um ein Vielfaches langsamer, dadurch aber genauer und sorgfältiger. In Zahlen: Braucht die Maschine für einen Hektar Rebfläche zwischen zwei und vier Stunden, kann man hier für die Handlese bis zu 300 Arbeitsstunden veranschlagen – natürlich verteilt auf möglichst viele Arbeitskräfte. Letztendlich gilt auch hier, was Benjamin Franklin 1748 in seinem Buch „Ratschläge für junge Kaufleute“ schrieb: „Zeit ist Geld“. Handlese ist auf Dauer kostenintensiver als maschinelle Ernte, was sich natürlich vor allem auf den Preis des Endprodukts auswirkt.