Deutschland

Deutschland

Weinbau mit langer Tradition

Weinland Deutschland

Der Weinbau in Deutschland wurde von den Römern am Rhein und an der Mosel eingeführt. Heute wird der Wein in 13 Weinbaugebieten angebaut, die sich aufgrund unterschiedliche Böden und Klimagegebenheiten voneinander abheben und so Weine mit unterschiedlichen Charakteren hervorbringen. Somit glänzt Deutschland, obwohl es im internationalen Vergleich eher zu den kleineren Weinländern zählt, mit einer großen Vielfalt an Qualitätsweinen.

Von den 100.000. ha Rebfläche des Weinlandes Deutschland, werden drei Viertel mit weißen Rebsorten bestockt. Vor allem der deutsche Riesling überzeugt mit einem international hervorragenden Ruf und seiner Vielfalt an Fruchtaromen. Doch auch die deutsche Rotweinszene ist nicht zu vernachlässigen. An vorderster Stelle steht hier der Spätburgunder, welcher etwa zehn Prozent der deutschen Rebflächen ausmacht. Er kann durchaus mit den Vorbildern aus dem großen Burgund mithalten und ist international hoch angesehen.

Durch das milde deutsche Sommerklima, enthalten die Weintrauben etwas mehr Säure und weniger Gerbsäure als Weine von südlichen Regionen. Dadurch entstehen leichte Weine mit frischer mit spritziger Note.

Weinberge in Deutschland

Weinhänge in Deutschland

Bekannte Weinbaugebiete

Von den 100.000 ha Rebfläche des Weinlandes Deutschland, machen allein die drei Regionen Rheinhessen, Pfalz und Baden rund zwei Drittel aus. Dagegen weisen die kleineren Regionen wie die Ahr, Sachsen, Mittelrhein und die Hessische Bergstraße jeweils weniger als 500 Hektar Rebfläche auf.

Ahr:

Im Anbaugebiet Ahr sind dunkle, Wärme speichernde Schieferböden und ein fast mediterranes Kleinklima vorzufinden. Hier werden samtige, leichte Spätburgunder und Blauer Portugieser angebaut.

Baden:

Baden gilt als drittgrößtes Weinbaugebiet Deutschlands. Hier werden die Weine von der Sonne verwöhnt, was man auch schmecken kann. Denn das warme Klima und die besonderen Böden haben unmittelbar Einfluss auf die hier anzutreffenden Rebsorten. Vor allem die verschiedenen Burgunderweine, wie der rote Spätburgunder vom Kaiserstuhl sowie die trockenen Weiß und Grauburgunder sind hier beliebt. Der deutsche Riesling rückt im Anbaugebiet Baden eher in den Hintergrund.

Franken:

Franken gilt als deutsche Heimat der Weinsorte Silvaner. Daher ist es kaum verwunderlich, dass dieser Weißwein als die wichtigste Sorte in Franken gilt. Berühmt ist Franken für die besondere Flaschenform des Frankenweins: der Bocksbeutel. In diese charakteristische Flaschen dürfen nur Qualitäts- und Prädikatsweine abgefüllt werden.

Hessische Bergstraße:

Im kleinsten, deutschen Weinbaugebiet Hessische Bergstraße werden besonders feine und blumige Weine überwiegend aus der Rieslingtraube hergestellt. Aber auch der Grauburgunder und Müller-Thurgau/Rivaner sind hier zuhause. Als Rotweine sind hier Spätburgunder und Dornfelder zu nennen

Mittelrhein:

Im Anbaugebiet Mittelrhein gedeiht vor allem die Rieslingtraube und bringt mineralische Weine mit feinem Duft und rassiger Säure hervor.

Mosel:

Die Mosel gilt als ältestes Weinbaugebiet Deutschlands und stellt das größte Steillagenweinbaugebiet der Welt und mit über 5.393 ha die größte Rieslinganbaufläche weltweit dar. Da ist es kaum verwunderlich, dass das Weinbaugebiet Mosel mit ihrem herausragenden Riesling glänzt, der international hochgeschätzt wird.

Nahe:

Die Weinberge an der Nahe und ihren Nebenflüssen sind von milden Temperaturen und viel Sonnenschein verwöhnt. Auch das Anbaugebiet Nahe ist geprägt von Weißweinen. Vor allem Riesling, aber auch Müller-Thurgau sowie der Graue und der Weiße Burgunder werden hier angebaut. Als Rotweinsorten sind hier Spätburgunder, Dornfeder und Blauer Portugieser zu nennen.

Pfalz:

Die Pfalz gilt als zweitgrößten Anbaugebiet des Weinlandes Deutschland. Auch hier ist der Riesling die meist angebaute Rebe. Es folgen die Sorten Grauburgunder, Müller-Thurgau, sowie Weiß- und Grauburgunder. Inzwischen sind 40 % der Rebfläche in der Pfalz auch mit Rotweinreben bepflanzt. Die roten Rebsorten der Region sind Dornfelder, Blauer Portugieser sowie Regent.

Rheinhessen:

Das rheinland-pfälzische Anbaugebiet Rheinhessen gilt mit seinen 26.000 ha Rebfläche als größtes deutsches Weinbaugebiet. Dadurch, dass das Gebiet vom großen Rheinbogen umschlossen und von den umliegenden Hügelketten der Mittelgebirge Taunus, Hunsrück und Pfälzer Wälder geschützt wird, entsteht ein optimales Klima für den Weinbau. Hier wird vor allem Riesling und Silvaner angebaut, doch auch die Rotweinsorten Dornfelder und Spätburgunder werden hier zahlreich angebaut.

Rheingau:

Auch das Anbaugebiet Rheingau ist bekannt für seine kräftigen und körperreichen Rieslinge, die hier drei Viertel der Weine ausmachen. Aber auch der Spätburgunder ist zu nennen.

Sachsen:

Im kleinen Weinbaugebiet im Osten Deutschlands Sachsen wachsen vor allem Müller-Thurgau, Riesling, Elbling, Gutedel und Goldriesling.

Saale-Unstrut:

Saale-Unstrut gilt als nördlichstes Weinbaugebiet Europas. Die vorherrschenden Rebsorten sind hier Müller-Thurgau/Rivaner, Weißburgunder und Riesling, die aufgrund der Böden aus Sandstein und Muschelkalk einen herzhaften Charakter hervorbringen.

Württemberg:

Etwa zehn Prozent der deutschen Anbauflächen entfallen auf das Weinanbaugebiet Württemberg. Entlang des Neckars, seinen Nebenflüssen und am Bodensee werden hier hauptsächlich Rotweine hergestellt. Die wichtigste Rebsorte im Ländle ist der süffige Trollinger (Vernasch). Aber auch der Schwarzriesling (Pinot Meunier), der Lemberger (Blaufränkisch) und der Spätburgunder (Pinot Noir) werden in Württemberg zahlreich angebaut. Die wichtigste Weißweinsorte ist auch hier der Riesling.

Beiträge zu deutschen Weinanbaugebieten

  • Silvaner dosage zero Sekt (2012)
    Weingut Werther Windisch, Deutschland 14,00 
  • Riesling feinherb (2017)
    Weingut Stoll GbR, Deutschland 4,50 
  • Grauburgunder trocken Flemlinger Bischofskreuz (2018)
    Weingut Werner Anselmann, Deutschland 4,80 
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